News.

2015

15.4.15 3D-Druck Test von Kay Reimer / Narwal-Zahn-Didge

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2014

18.4.14 CADSD-Didge aus dem 3D-Drucker? Ja, das geht! / 15.11.14 Baubericht von Frank Lied

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2013

03.11.13 Some new sounds on CADSD-didges from Dan

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2012

13.12.12 Von der CADSD-Didge(R)Evolution Projektierung zur CNC-Fertigung – Erster CADSD/CNC Didgeridoo- Prototyp… From CADSD-Didge(R)Evolution to CNC-carving – First CADSD to CNC Didgeridoo Prototype…
12.9.12 „The Gypsy“ - Mittels Extended-Didge-Evolution designtes Instrument

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2011

21.11.11 erweiterte Didge(R)Evolution Version extended Didge(R)Evolution Version / 02.08.11 Yidaki – Mago – Yidago / Akustische Fusionen / 21.05.11 Mago-Bau / "Termitenhilfe"

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2010

30.12.10 Didge (R)Evolution Instrumente Didge (R)Evolution Instruments / 13.09.10 Multimedia-Vortrag: Australien - zu den Ursprüngen des Didgeridoo /

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2009

23.08.09 DREAM-TOUR ZUM URSPRUNG DES DIDGERIDOO von Frank Geipel / 14.6.2009 CADSD Didge(R)Evolution Instrument von Dan Flynn (USA) /

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2008

2.11.2008  DIDGE(R)EVOLUTION / 3.10.2008 Logbuch ( history / 20.6.2008 Traumstock-Trailer + Bericht von Bernd Lötzsch / 17.5.2008 Demonstrations-Experimental-Vortrag incl. Workshop /16.3.2008 CADSD Mago-Typ / 5.1.08 Neue FAQ Seite! /

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2007

29.09.07
Erfahrungsbericht "Bongossi Projekt 2007 von Bernd Lötzsch" / 23.08.07 "Terra-Luna" Stick / 10.07.07 Bavaria Power / 30.04.07 Tolle Maturaarbeit von Remo Wasmer / 06.01.07 Beispiel einer akustischen Rekonstruktion eines besonderen Instrumentes 03.01.07 / Erfahrungsbericht von Bernd Lötzsch / Didgeridoobau nach Anlehnung an das in Sven Molders Besitz befindliche Yidaki von Djalu Gurruwiwi und David Howell / 01.01.07 Neues Soundbeispiel mit Franks Eibe (E) gespielt von Bernd Lötzsch /

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2006

22.12.06 Simulations-Grafiken aus einem Didgeridoo Experimental-Vortrag
21
.5.06  CADSD projektiertes Didgeridoo aus Bongossi / 10.5.06  Soundbeispiel eines Djalu-Instrumentes von Wolfhard Barke /18.3.06  Didgeridoos aus dem E-wobbel Projekt / 14.3.06  Neues Didgeridoo / 4.2.06  Erfahrungsbericht von Manfred Scheffknecht /

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2005

20.7.05  Testen von Didgeridoos beim Swizzeridoo / 20.7.05 Didgeridoo nach einem CADSD Ausdruck mit Baumaßen als Beigabe zum Buch / 5.5.05 Erstes CADSD obertonwobbelfähiges Didgeridoo aus Holz / 1.5.05 Didgebau am Kindergeburtstag / 11.04.05: Neu: Physik des Didgeridoo / 30.1.05: Neue Didge-Röngenbilder sind da! /

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 2004

28.11.04: Umfrage Klangbezeichnungen / 1
3.11.2004: Johannes Schildkamp / 14.10.2004: Verbesserte Vermessungsmethode / 11.11.2004: Obertonwobbeln  /  12.9.2004: CADSD Prototypenbau (GFK)  / 12.8.2004: Neue CADSD Didgeridoos / April 04: Artikel im Didgeridoo & Co Magazin

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2015

3D-Drucktest von Kay Reimer / Narwal-Zahn-Didge

Narwal-Didge-auf-Meeresgrund

Der Zahn des Narwales wurde in alten Zeiten für das Horn des legendären Einhornes gehalten. Deshalb war ein solches "Horn" immer extrem wertvoll. Heute ist der Handel damit weitgehend verboten, da der Narwal unter strengem Artenschutz steht. Die Verwendung eines echten Narwalzahnes zu Bau eines Didgeridoos kommt deshalb nicht in Frage.

Es spricht aber nichts dagegen, die Form eines solchen Zahnes genau nachzubilden, z.B. mit 3D-Scannern und -Druckern. Die Frage ist allerdings, ob ein mit Kunststoffmaterial ausgedrucktes Didgeridoo mit Holzinstrumenten mithalten oder gar konkurrieren kann. Das Ergebnis dieses Tests zeigt, dass dies zutrifft, vorausgesetzt man hat es nicht eilig.

Narwal

 

 

Info: worldwildlife.org

Foto: Paul Nicklen

Narwal-Zähne   Trophäen aus Walfängerzeiten im zoologischen Museum Kopenhagen.
Narwal-Info   Encylopaedia Britannica

 

Die Herstellung

Ein gutes Didge zeichnet sich sowohl durch einen guten Klang als auch durch ein ansprechendes Äußeres aus, deshalb musste der 3D-Scan eines Narwal-Zahnes so angepasst werden, dass er eine speziell berechnete CADSD-Innenform umhüllt.

Innenform / Klang
rauhes Grundtonspektrum - 5. Oberton (6. Harmonische des Grundtons) verstärkt - Obertonsprünge bei Spieldruckschwankungen möglich zwischen 5., 6. und 8. Oberton (6., 7. und 9 Harmonische des Grundtons). Grundton E+20. Das Instrument sollte vor allem in monotonen herzschlagähnlichen Rythmen seine Wirkung entfalten. Dank Frank und seiner genialen CADSD-(R)evolution-Software war die Berechnung entsprechender Formdaten kein Problem.

CADSD-Spektrum

CADSD-Spektrum für das Narwalzahn-Didge

Nochmal zur Info: die roten Peaks zeigen die Vielfachen des Grundtones, die Blauen die des 1. Overblows. Die schwarzen Impedanzpeaks weisen darauf hin, welche Frequenz von der Innenform "begünstigt" wird.

Außenform / Design
Was für einen Schnitzer eine Herausforderung ist, kann ein 3D-Drucker relativ leicht automatisch erledigen. Ich wollte schon lange ein Didgeridoo in Narwal-Zahn-Form haben und hatte nun die passenden Geräte zur Herstellung.

3D-Scan-Narwal-Zahl   Im Vordergrund: Kunstharz-Abguss eines Narwalzahnes
Dahinter:3D-Streifenlichtscanner.

Ganz hinten: Bildschirme des PCs mit 4 benötigten Programmen.

Narwal-Zahn-Scan

So sieht der fertige Scan aus - Video (52 MB)

Roentgen-Style

Und hier nochmal im Röntgen-Modus - bereits mit CADSD-Innenform, Aufteilungen und Dübellöchern
Video (34 MB)

Zuletzt wurde unser Logo platziert.

 

Konstruktion

Cura  

Software zur Erzeugung des Maschinencodes

Video Einzelteile (1 MB)


zeitraffer  

Der Druck geht laaaaaangsaaaaam voran. Jedenfalls wenn man mit 100% Füllung und relativ feiner Auflösung druckt. Das komplette Narwal-Didge besteht aus knapp 13.000 Schichten ABS-Kunststoff (wie Lego) - pro Schicht 0,1 mm. Gesamtgewicht knapp 4 kg. Um das Instrument mit einer 0,4mm Düse in ordentlicher Qualität zu drucken, läuft der Ultimaker etwas mehr als 3 Wochen rund um die Uhr. Druckzeit pro Teil: 24 bis 71 Stunden. Dafür entstehen dann aber auch schwere, extrem solide Teile.

Video -Druck im Zeitraffer (13,6 MB)


Druck-2  

Hier sind die letzten Sekunden des Druckes zu sehen. Man bekommt ein Gefühl dafür, wie lange es dauert, ein komplettes Didgeridoo auszudrucken ;-)

In meinem Test sind drei Druckvorgänge sind aus technischen Gründen fehlgeschlagen - damit muss man bei diesen Geräten ab und zu rechnen. Ein kurzer Stromausfall reicht. Oder eine unsauber gewickelte Materialrolle. Jedenfalls ein guter Grund für die Unterteilung des Druckobjektes, auch wenn der Drucker größere Teile drucken könnte.

Video - Druck in Echtzeit (12 MB)


Montage  

Das Ganze nimmt Form an. Teil für Teil wächst das Instrument - massiv und stabil. Gut zu sehen sind die Buchendübel, die zusammen mit Stabilit-Express 2-K-Kleber eine absolut amtliche Verbindung der Teile sicher stellen.

Video - Einzelteile nach Montage (1MB)

Gewicht: 3950 g

Druckzeit: mit Pausen 33 Tage, reine Druckzeit 22 Tage

Montage-2

01
02

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04

Finish
Nachdem ein erster Spieltest gezeigt hatte, dass das Instrument gelungen war, musste es nur noch eine natürliche Patina bekommen - es sollte ja so aussehen wie ein echter Narwal-Zahn. Das Silikon-Munstück ist von Mad-Matt.

Spektrum   Klangkontrolle
Erwartungsgemäß stimmt das gemessene FFT-Spektrum gut mit den projektierten CADSD-Eigenschaften überein. 3D-gedruckte Formen sind eben sehr präzise.

Beim Spiel zeigten sich keine Schwächen, wie man sie vielleicht bei Kunststoff-Instrumenten erwarten würde. Im Gegenteil - meine Erwartungen wurden voll erfüllt. Die Optik und Haptik des recht schweren Instrumentes zieht seitdem immer wieder staunende Blicke auf sich.

Fazit:
Der Bau hochwertiger Didgeridoos ist mit 3D-Druckern möglich - fast automatisch, wenn man mal von der Vorarbeit absieht - schön, denn die Druckzeit kann für andere Dinge genutzt werden. Für kommerzielle Zwecke ist die Methode wohl eher ungeeignet, da sehr zeitaufwendig - zumindest wenn die Qualität stimmen soll - für Künstler und Freaks ist die neue Technik allerdings ein El Dorado mit unbegrenzten Design-Möglichkeiten!

Fein auch, dass es Druckmaterialien auf Bio-Basis gibt (PLA/Polymilchsäure), die zudem auch noch mit Holzmehl vermischt erhältlich sind. Ob dieses recht teure Material für den Didgebau taugt, wird der nächste Test zeigen.

 

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2014


Baubericht von Frank Lied

Eine CNC-Fräse ist nicht unbedingt nötig, um eine CADSD-Form präzise aus einem Holzrohling herauszuarbeiten. Frank Lied, der sonst eher mit Metall arbeitet, hat uns einige Bilder geschickt, die wir hier gern zeigen möchten.

schablonen

Zuerst habe ich die Abmessungen mit Hilfe einer Drehbank auf vierzig Metallschablonen übertragen.

beitelarbeit-grob

Dann in sieben Tagen mit Klopfholz, Beitel und Rundschleifer in Buchenleimholz verwirklicht.

fertige-innenlackierung

drehbank

Nach versiegeln und verleimen auf einer langsam laufenden Drehbank mit dem Winkelschleifer die Außenform herausgearbeitet. Schablone und Messschieber haben kontrolliert.

fertiges-didge

Noch einmal mit Epoxy (lösemittelfrei/Lebensmittelgeeignet) ausgegossen und dann außen Seidenmatt geschliffen und mit Wachs poliert. Nun habe ich nachdem ich die endgültige Länge erreicht habe (mit den auf eurer Seite beschriebenen Methoden, Eigenresonanz über FFT-Software bestimmt und auch alle Töne gemessen...) die Freude dieses Instrument zu spielen.

Mir fehlen die Worte, alles was ich gerade noch denke, kann ich im nächsten Moment (meistens) umsetzen. Super anspielbar, die ersten vier Toots, den fünften suche ich noch;-) Ein solches Instrument habe ich noch nicht erlebt. Es wird mich für Jahre herausfordern/inspirieren.

Frank Lied

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CADSD-Didge aus dem 3D-Drucker? Ja, das geht!

druckdidge01

druckdidge02

druckdidge03

druckdidge04

Mit den noch relativ neuen 3D-Druckern für den Heimgebrauch lassen sich auch Didgeridoos ausdrucken. Dirk Pannenbecker hat zusammen mit Falco Kleinschmidt (www.ichdruck3d.de) ein spielfähiges Instrument aus 11 verklebten Einzelteilen hergestellt. Produktionszeit ca. 40 Stunden. Die CADSD-Daten für die Innenform wurden mit geeigneter Software in 3D-Daten mit definierter Wandstärke umgerechnet und dann für den Druck aufbereitet. Als Druckmaterial wurde ABS verwendet. Das Didge wiegt ca. 1kg (30€ Filament / 11 Teile / zwischen 1.5h und 4.5h pro Teil). Kosten inkl. 5€ Klebstoff und Versand ca. 40€. Das Vorbereiten der Klebeflächen(Schleifen) und das Verkleben haben incl.
Photosessions ca. 2h gebraucht.

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2013


Some new sounds on CADSD-didges from Dan

Recording while busking on the “Gypsy” didge. It has some delay and stomping by foot on a subwoofer that is wired backward to use for a kick drum sound:

Santa Monica Pier #1

Another video from “Indidjinus” festival on the “Slugger” didge:

YouTube video

 

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2012


Von CADSD-Didge(R)Evolution zu CNC-carving –
Erster CADSD zu CNC Didgeridoo Prototype…

From CADSD-Didge(R)Evolution to CNC-carving –
First CADSD to CNC Didgeridoo Prototype…

Dan Flynn 13.12.12

Über dieses Didge Projekt:

Dieses Didgeridoo (genannt „The Slugger“ weil es aus Esche gefertigt wurde und aussieht wie der Louisville Slugger Baseball Schläger) wurde für contemporär percusiv/polyphonische Spielstile projektiert. Seine Energie wird dem Namen gerecht.

About the didge:

This didge (called “The Slugger” because the CNC prototype is made of Ash and looks like the Louisville Slugger baseball bat) was designed for contemporary percussive/polyphonic playing styles, and its power lives up to its name!


Rote Peaks: Klangspektrum des Grundtones (Obertonreihe des Grundtones)
Schwarze Peaks: Impedanzspektrum (Reihe der anspielbaren Töne)
Graue Peaks: Spektrum der kumulierten gewichteten Impedanzen der zur jeweiligen Frequenz gehörigen Obertöne
(anspielbare Zusatztöne)

Das Interessante an diesem Entwurf ist die Projektierung zusätzlicher zu den Eigenresonanzen anspielbarer Töne (Pseudo Toots und Drop Drones, graue Peaks) durch Maximierung der Impedanzen der zu diesen Zusatztönen gehörigen Obertöne (Maximierung der „Harmonität“). Harmonität bedeutet, dass Impedanz-Häufungen für ein oder mehrere Obertöne einer bestimmten Frequenz existieren (graue Peaks).
Z.B., ist der der Zusatzton A (graues A) anspielbar, weil der 1.Oberton dieser Frequenz durch den 3. schwarzen Impedanzpeak A (erste Oktave), der 4.Oberton dieser Frequenz durch den 6.schwarzen Impedanzpeak A (zweite Oktave) und der 5.Oberton dieser Frequenz durch den 7.schwarzen Impedanzpeak C# unterstützt werden.
Der 1.graue Peak D liegt eine Oktave unter dem Grundton 1.schwarzer Peak D.

Fertigung des Didges auf einer computergesteuerten CNC-Fräsbank...

Übertragung der projektierten Didge Maße direkt aus dem CADSD Directed Evolution Prozess in die 3D Modellierungssoftware der CNC-Fräsbank.

Screenshot der 3D Modellierung und Toolpathing-Software (SolidWorks und Aspire):

 

The interesting experiment of this design was to maximize the playability of three special false tones/pseudo toots, i.e., notes which do not have an impedance peak at their fundamental but which have a high degree of “harmonicity” (the grey peaks on the graph).
Harmonicity means that there are impedance peaks for one or more of the harmonics of a given frequency. For instance, look at the “A” note written in grey on the graph. Although there is no black impedance peak at that frequency, notice that there is an impedance peak (as indicated by a black peak) at the “A” note one octave above the original “A”. The first harmonic in the harmonic series is one octave, so that gives the grey “A” some harmonicity. Also notice there is another “A” with an impedance peak the next octave up—this is the third harmonic of the grey “A” false note (“false” because even though it has no black impedance peak at its fundamental frequency, with extra lip control it can be made to sound convincingly like an actual tone). Finally, the “C#” with high backpressure is also a harmonic of the false “A”. The more harmonics there are with backpressure, the higher the grey summation peaks. (Notice that the first very pronounced grey peak is below the drone/fundamental and is therefore a pseudo-drone/drop drone.)

Building the didge on a computer-controlled router table

The first step was to take the dimensions arrived at through the CADSD directed evolution process and enter them into the 3D modeling software to be used by the CNC router.

Here is a screen shot from the 3D modeling and toolpathing software (SolidWorks and Aspire):

3D modellierte Halbschale / 1/2 “Clamshell” (SolidWorks)

Toolpath layout (Aspire)

 


Fertigungs Prozess / The carving process

6cm x 28cm x 244cm Esche Tafel auf der CNC Fräsbank (Super Star M30) und ausgefräste Innenform / 6cm x 28cm x 244cm Ash slab on CNC router table (Super Star M30) and carving the inside



Bearbeitete Außenform / Carving the outside / Fertige Halbschalen / Final pass complete

Videos ---> CNC carving inside / CNC carving outside


Fertigstellung / The finish work:


Innenversiegelung (vorher, nachher) und Halbschalen verklebt... ein neues Instrument ist geboren! Das erste seiner Art. / Sealer, before and after... Glue-up completed... And a new instrument is born! First of its kind.


Außen geschliffen, bereit für die Oberflächenbehandlung, dem letzten Arbeitsschritt. / Outside sanded, ready for finish coats...

The "Slugger"

Soundbeispiel

Spektrale Analyse des neuen Instruments:

Blaue Peaks: Impedanz Spektrum (Lage der Eigenresonanzen) durch geschlossenes Anschlagen mit der flachen Hand auf das Mundstück angeregt

Orange Peaks: Obertonspektrum des Grundtones durch Anspielen des Grundtones angeregt

Das Ergebnis stimmt sehr gut mit den projektierten Eigenschaften überein. Dieses Didge ist vom Grundton bis zum 5.Toot (D,D,A,D#,F#,A) mit gutem Gegendruck zu spielen. Als besonderer Bonus sind für geübte Spieler mit guter Kontrolle der Lippenspannung die drei zusätzlich projektierten Zusatztöne (Drop drone D und Pseudo-toots A,F#) anspielbar.

Das erste CNC-Fertigungs-Experiment war ein Erfolg. Trotzdem sind mehr Experimente notwendig, um den Fertigungs-Prozess effizienter und noch präziser zu gestalten.

Dank an: Dr. Frank Geipel, Entwickler der CADSD directed Evolution, Eric Krepela und Scott Mahoney bei CNC Router Services in Murray, Utah, und Bobby Gittins, "the finish guy".

 

After the didge-building was completed, we performed a spectral analysis of the new instrument.
To see the fundamental and its harmonics, you play the drone as usual; all harmonics sound simultaneously. But, interestingly, to see the intrinsic resonances, you slap the palm of your hand on the mouthpiece and hold; all the intrinsic resonances sound simultaneously. We overlaid the two spectra into one image so that they can be more easily compared. The result matches the prediction. It plays nicely, with plenty of backpressure on the drone and five toots, and, like a hidden prize, three very resonant and convincing “false tones” or “pseudo toots” for the player who can find their sweet spots with extra lip control.

The first CNC build experiment was a success, but more builds are necessary to hone the process. In future builds, we will be exploring more efficient CNC carving techniques to minimize machine time and maximize precision.

Thanks to: Dr. Frank Geipel, creator of CADSD, Eric Krepela and Scott Mahoney at CNC Router Services in Murray, Utah, and Bobby Gittins, “the finish guy”.

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Video / The Gypsy

Dan Flynn 12.9.12

„The Gypsy“ - Mittels Extended-Didge-Evolution von Frank Geipel nach Wunschvorgaben von Dan Flynn designtes Instrument in einer der Gypsy-Tonleitern. --> Video/Youtube

Video / The Gypsy

Dan Flynn 12.9.12

"The Gypsy" - Using the Extended-Didge-Evolution tools of Frank Geipel according to desired specifications of Dan Flynn designed instrument in one of the Gypsy scales. --> Video/Youtube

gypsy-didge

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2011

 

Erweiterte Didge-Evolution Version

Frank Geipel 21.11.11

Nach inzwischen 3 Jahren Erfahrung mit dem Einsatz der 2008 vorgestellten Didge(R)Evolution Tools zur Generierung beliebiger Wunschinstrumente mittels Directed Evolution steht jetzt eine noch leistungsfähigere Version zur Verfügung, die aus der Menge der möglichen Lösungskonfigurationen immer die "best spielbare" Variante findet.

Extended Didge-Evolution Version

Frank Geipel 21.11.11

After 3 years experience with the use of 2008 featured Didge(R)Evolution tools to generate any desired instruments by application of directed evolution now is a more powerful version avaiable. A version that is able to select always the "best playable" solution variant.

cadsd-didge-r-evolution-40-video

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Yidaki – Mago – Yidago / Akustische Fusionen

Frank Geipel 24.07.11

Vor allem für Liebhaber traditioneller Spieltechniken sind die akustischen und spieltechnischen Eigenschaften eines Instrumentes eine wichtige Voraussetzung für die optimale Umsetzung dieser Techniken. In der Regel erfordert jede Spieltechnik ein dazu passendes Instrument. Die Nord-Ost-Arnhemland-Technik (NEAL) erfordert Yidaki-Typ-Instrumente, die West-Arnhemland-Technik (WAL) erfordert Mago-Typ-Instrumente.

Yidaki-Typ-Instrumente sind durch folgende Eigenschaften gekennzeichnet
(YE: Yidakityp-Eigenschaft):

- (YE1): Der erste Overblow liegt im Bereich von einer Oktave bis eine Oktave und 3/2 Töne über dem Grundton und ist leicht anspielbar. - (YE2): Die mittleren und höheren Obertöne (4.-7. Oberton bzw. 5.-8. Harmonische des Grundtones) liegen symmetrisch ausbalanciert zu den Eigenresonanzen der Luftsäule in diesem Bereich. Diese Eigenschaft gibt guten Yidakis die erforderliche Elastizität beim Spielen und ist Voraussetzung für das oft gewünschte Obertonläuten (Obertonwobbeln). - (YE3): Der Grundton liegt zwischen C und Fis (meist zwischen E und Fis). - Die integrale Form dieses Instrumententyps ist konischer.

Mago-Typ-Instrumente sind durch folgende Eigenschaften gekennzeichnet
(ME: Magotyp-Eigenschaft):

- (ME1): Die 2. Eigenresonanz der Luftsäule liegt genau zwischen 1. und 2. Oberton (bzw. 2. und 3. Harmonischen des Grundtones) und die 3. Eigenresonanz der Luftsäule liegt genau zwischen 2. und 3. Oberton (bzw. 3. und 4. Harmonischen des Grundtones). Durch diese Eigenschaft werden die mago-typischen Kombinationstöne aus Grundton und Stimme verstärkt. Diese „gurgelnden“ Töne sind auch als intensives feedback des Instrumentes in den Vokaltrakt des Spielers wahrnehmbar. - (ME2): Die höheren Obertöne (6.-8. Oberton bzw. 7.-9. Harmonische des Grundtones) werden durch Eigenresonanzen der Luftsäule verstärkt und sind als Singtöne wahrnehmbar. - (ME3): Der Grundton liegt zwischen Dis und Gis (meist zwischen F und G). - Die integrale Form dieses Instrumententyps ist zylindrischer.

Möglichkeiten der akustischen Fusion aus Yidaki- und Mago- Eigenschaften:

Über die „directed evolution software“ wurden Innenformenkonfigurationen gesucht, die verschiedene Kombinationen gewünschter akustischen Eigenschaften von Yidaki- und Mago-Typ in einem Instrument vereinigen sollten. Dabei zeigte sich (wie auch erwartet), dass die Vereinigung aller Eigenschaften physikalisch nicht möglich ist. Folgend zwei Beispiele aus der Auswahl physikalisch möglicher Innenformkonfigurationen:


Yidago – Typ (M):

  • Erster Overblow eine Oktave und 3/2 Töne über dem Grundton (YE1); entspricht Lage der 2. Eigenresonanz der Luftsäule zwischen 1. und 2. Oberton (bzw. 2. und 3. Harmonischen des Grundtones) (ME1)
  • Lage der 3. Eigenresonanz der Luftsäule genau zwischen 2. und 3. Oberton (bzw. 3. und 4. Harmonischen des Grundtones) (ME1)
  • Der 6. Oberton bzw. die 7. Harmonische des Grundtones wird durch eine Eigenresonanz der Luftsäule verstärkt und ist als Sington wahrnehmbar (ME2).
  • Der 7. und 8. Oberton bzw. die 8. und 9. Harmonische des Grundtones liegen symmetrisch ausbalanciert zu den Eigenresonanzen der Luftsäule in diesem Bereich. (YE2)
  • Der Grundton liegt zwischen Dis und E (gebaut in Dis)
  • Bei diesem Instrumententyp (M) überwiegen die Mago-Eigenschaften

Hier das spontane feedback von Manfred nach den ersten Spielerfahrungen:

...“ habe etwa 6 Stücke eingespielt und wusste nicht was denn wie denn, weil das Instrument sooovieeel anbietet. Es lässt sich butterweich spielen ist extrem elastisch. Einfach wunderbar. Ob ich es sanft oder hart spiele es ist einfach nur da. Gut möglich, dass die Mischung aus Yidaki und Mago eine neue Welt auftut. Auf alle Fälle bietet es extrem viel zu entdecken und das braucht Zeit. Es braucht Disziplin "einfach nur Mago-Styles" oder "einfach nur Yidaki-Styles" darauf zu spielen, weil es dich einlädt weiter zu gehen.......“...

Soundbeispiel


Yidago – Typ (Y):

  • Erster Overblow eine Oktave und 3/2 Töne über dem Grundton (YE1); entspricht Lage der 2. Eigenresonanz der Luftsäule zwischen 1. und 2. Oberton (bzw. 2. und 3. Harmonischen des Grundtones) (ME1)
  • Lage der 3. Eigenresonanz der Luftsäule genau zwischen 2. und 3. Oberton (bzw. 3. und 4. Harmonischen des Grundtones) (ME1)
  • Der 5. und 6. Oberton bzw. die 6. und 7. Harmonische des Grundtones liegen symmetrisch ausbalanciert zu den Eigenresonanzen der Luftsäule in diesem Bereich. (YE2)
  • Der 9. Oberton bzw. die 10. Harmonische des Grundtones wird durch eine Eigenresonanz der Luftsäule verstärkt und ist als Sington wahrnehmbar (ME2).
  • Der Grundton liegt zwischen Dis und E (gebaut in Dis)
  • Bei diesem Instrumententyp (Y) überwiegen die Yidaki-Eigenschaften

Dieses Instrument zeichnet sich durch eine wunderbar rollende Elastizität beim Spielen aus. Die dabei anklingenden läutenden Obertöne lassen sich mit richtigem Stimmeneinsatz gut mit der Rauhigkeit eines Magos kombinieren. Subjektiv betrachtet lädt dieses Instrument mehr zu NEAL-Spieltechniken ein, da diese akustischen Eigenschaften deutlicher ausgeprägt sind.

Soundbeispiel

 

Fazit:
Durch die Fusion der physikalisch möglichen akustischen Eigenschaften von Mago- und Yidaki-Typ Eigenschaften entstehen „extrem“ vielseitige Instrumente, die zum Erforschen und Entdecken erweiterter spieltechnischer Möglichkeiten einladen.

Eine Fusion aller typischen akustischen Eigenschaften von Mago- und Yidaki-Typ Instrumenten ist physikalisch nicht möglich. Deshalb ist es für Puristen spezieller Spielstile immer empfehlenswert, für den jeweilig bevorzugten Spielstil ein dafür akustisch optimiertes Instrument zu besitzen bzw. zu wählen.

Aufgrund der ersten praktischen Spielerfahrungen mit derartigen Instrumententypen werden wir die Suche nach interessanteren Y-M Kombinationen fortsetzen.

Yidago(M) Yidago(Y)

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Mago-Bau / "Termitenhilfe"

Frank Geipel 21.05.2011

Gis-Mago

Soundbeispiel 1

Soundbeispiel 2

 

Gerade nach Fertigstellung dieses Mago-Typ-Instrumentes in G# aus einem 110 cm langen Reststück aus Bongossi-Eisenholz auf Basis einer durch directed Evolution gefundenen Innenform (Soundbeispiele 1 + 2 unter dem Bild links) erhielt ich eine E-Mail von Manfred. Er hatte einen von Termiten ausgehölten Eukalyptus-Stamm (einen Rohling) aus Australien gekauft, um daraus ein Instrument zu bauen. Nach dem Entrinden, Zuschneiden und Aufbohrversuchen wurde leider schnell klar, dass der Fraßgang ungeeignet für ein gut klingendes Didgeridoo war.
(Eine leider oft typische Situation. Ein von außen bearbeiteter von Termiten ausgehölter Eukalyptusstamm wird eben nur in den wenigsten Fällen zu einem wirklich guten spielbaren Didgeridoo. Nicht umsonst treffen die Aborigines im Arnhemland eine auf viele Generationen Erfahrungen beruhende Auswahl an zu fällenden Stämmen. Und selbst von diesen ist die Entstehung von guten Instrumenten nicht so häufig. Wirklich gute Instrumente werden natürlich selbst verwendet. Die dabei anfallenden Durchschnitts-Instrumente finden dann häufig ihren Weg in die Touristen-Shops. Mir sind nur wenige Händler bekannt, die ausgefressene Rohlinge nur dann verkaufen, wenn diese auch zu gut spielbaren Instrumenten führen. Leider sind die Märkte auch von vielen nicht authentischen billigen Touristen-Instrumenten durchdrungen, die oft nur unter die Kategorie „akustischer Schrott“ fallen. Ein Fakt, der diesem tollen unikaten Instrument eher schadet.)


Um die Reste vom Eukalyptusrohling als Brennholz vor dem Feuer zu retten, schlug ich Manfred vor, den noch vorhandenen 117 cm langen Rohling aufzusägen und den Innenformverlauf zu vermessen.

Euka-innen

Mit diesen Daten und den von mir definierten Parametern für eine erstklassige Mago-Akustik fütterte ich die directed Evolution Tools, um einen Innenformverlauf zu finden, der in diesen Rohling passt. Nach einer Reihe von Evolutionsläufen stellte ich Manfred die nach meiner Meinung beste Alternative für einen Innenformverlauf zur Verfügung. Hier ein Auszug aus dem email, das ich einige Tage später von Manfred erhielt:

… „Es ist vollbracht. Geölt und schon spielbar. Faszination pur was aus diesem kleinen Stick für Klänge produzierbar sind. Es ist für mich von der Spielbarkeit irgendwie das erste "richtige Mago". Seine Elastizität und die Mischtöne "erregen meine Lungen und Ohren".“… … „Die Erfahrung der Art und Weise, beim Bau dieses Instruments, war für mich sehr freudig. Ein eigentlich nicht spielbares Stick aus Eukalyptus aufzuschneiden, dann eine Form herauszuarbeiten, dabei bestehendes zu belassen und anschließend ein Produkt der Spitzenklasse spielen und hören zu können.“…


Euka-01


Soundbeispiel

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2010


Didge(R)Evolution Instrumente

 

Seit der Auflage der Didge(R)Evolution Tools sind während der letzten beiden Jahre in diversen Projekten mit Instrumentenbauern, Musikern, Klangtherapeuten und Didgeridoo-Enthusiasten eine Reihe interessanter Instrumente entstanden.

Weil für vorgegebene Klangcharakteristiken immer eine gewisse Anzahl alternativer Innenformen gefunden werden, sind jetzt die Directed-Evolution-Suchalgorithmen so weiterentwickelt, dass immer die Innenformen mit der besten möglichen Spielbarkeit gefunden werden.

 

 

 

 

Größtes (232 cm) und kleinstes (123 cm) Instrument

 


Beispiel für eine akustische Rekonstruktion eines Instrumentes auf Basis einer bestehenden alten Aufnahme von Adam Plack (1992). Gebaut und künstlerisch gestaltet von Bernd Lötzsch.

Soundbeispiel 1
Soundbeispiel 2

Bei Vorliegen guter akustischer Aufnahmen werden immer die dazu passenden Innenformen gefunden, weil ja bereits diese Instrumente existieren bzw. existiert haben und damit die Machbarkeit der zu rekonstruierenden Klangcharakteristik physikalisch möglich ist. Je mehr Klanginformationen in einer Aufnahme enthalten sind, desto treffsicherer können die dazugehörigen Innenformen gefunden werden.

 


 

Anyuta  

Beispiel für ein Wunsch-Klang-Design eines modernen Instrumentes für Dan Flynn. Für den Spielstil von Dan sollte eine Innenform für ein Instrument mit den definierten ersten 6 spielbaren Eigenresonanzen (Toots) gefunden werden. Dan hat eine der gefundenen Innenformen (C,C,G,C,F,G# evo-4, Anyuta Didge) gebaut und das folgende Soundbeispiel eingespielt.

Soundbeispiel

Durch die spezielle Spieltechnik von Dan und die Verwendung von Flanger- und Delay- Effekten erinnert das Stück teilweise an ein Cello (ca. ab 4 min).

Zusätzlich zu den projektierten anspielbaren Toots (Overblows) ist es für Dan (durch gute Lippenspannungskontrolle) möglich noch weitere Töne als „Pseudo-Toots“ anzuspielen. In diesem Beispiel werden die folgenden Töne angespielt:


G'
C
G
C
F
G
#a
c'
f'
#g'
#a'

unterblasener Grundton ("Pseudo-Toot")
1. Eigenresonanz (Grundton)
"Pseudo-Toot" (schwerer anspielbar)
2. Eigenresonanz (erster Toot / Overblow)
"Pseudo-Toot" (schwerer anspielbar)
3. Eigenresonanz (zweiter Toot / Overblow)
"Pseudo-Toot" (schwerer anspielbar)
4. Eigenresonanz (dritter Toot / Overblow)
5. Eigenresonanz (vierter Toot / Overblow)
6. Eigenresonanz (fünfter Toot / Overblow)
7. Eigenresonanz (sechster Toot / Overblow) (nicht gezielt projektiert)

 

 

 

 

 


Im Rahmen dieser Arbeiten wurden weitere Instrumente projektiert, die zwischen den als Overblows (Toots) anspielbaren Eigenresonanzen zusätzlich anspielbare „Pseudo-Toots“ ermöglichen. Diese „Pseudo-Toots“ sind Fundamental-Frequenzen von denen so viele Obertöne auf höhere Eigenresonanzen fallen, dass diese von Spielern mit guter Kontrolle der Lippenspannung anspielbar sind. Bei Vorliegen derartiger Fundamental-Freuenzen unterhalb des Grundtones sind diese auch als gezogene „Unter“-Töne anspielbar. Instrumente mit derartigen Eigenschaften unterhalb der Grundtonfrequenz werden von einigen Instrumentenbauern auch als Multi Drone Instrumente bezeichnet. Durch die Verwendung der Didge(R)Evolution Tools ist die Lage dieser zusätzlich anspielbaren Untertöne gezielt projektierbar und damit kein Zufallsprodukt mehr.

Mittels CADSD Software Simulierte Spektren (0 – 1000 Hz):

schwarze Impedanz Peaks: anspielbare Eigenresonanzen (Toots)
hohe graue Peaks: anspielbare „Pseudo“-Toots und ziehbarer „Unter“-Ton
rote Peaks: Grundton Klangspektrum



Beispiele für die Projektierung von Instrumenten für spezielle traditionelle Spielstile bzw. Spieltechniken. Die „virtuellen Termiten“ lassen grüßen.

Yidaki-Typ-Instrument für NEAL-Stil (North-East-Arnhem-Land) gebaut und künstlerisch gestaltet von Manfred Scheffknecht

Soundbeispiel

Durch die symmetrische Ausbalancierung der mittleren und höheren Obertöne zu der Lage der Eigenresonanzen lässt sich dieses Instrument angenehm elastisch spielen und reagiert mit läutenden Obertönen. Der erste Overblow (Toot) einen halben Ton über der Oktave ist leicht und weich anspielbar.

 


Mago-Typ-Instrument für WAL-Stil (West-Arnhem-Land) gebaut von Manfred Scheffknecht

Soundbeispiel

Durch die Mago-typische Lage der zweiten und dritten Eigenresonanz werden Kombinationstöne aus Grundton und Stimme besonders betont, was zu einem interessanten Kontrast zu den höheren Obertönen führt.

 


Mago-Typ-Instrument für WAL-Stil (West-Arnhem-Land) gebaut und künstlerisch gestaltet von Frank Geipel

Soundbeispiel

Mittels CADSD Software Simulierte Spektren (0 – 1000 Hz):

schwarze Peaks: Impedanzspektrum, anspielbare Eigenresonanzen (Toots)
graue Peaks: aufsummierte und gewichtete Impedanz der zur jeweiligen Frequenz zugehörigen harmonischen Obertöne
rote Peaks: Grundton Klangspektrum
blaue Peaks: Klangspektrum erster Overblow
(Die Klangspektren der weiteren Overblows sind aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht dargestellt.)

Dazugehörige FFT-Analyse des gebauten Instrumentes in Wasserfalldarstellung:

Die Signale (im unteren Drittel) entstehen durch geschlossenes Anschlagen des Instrumentes am Mundstück und entsprechen (in der Lage) dem simulierten schwarzen Impedanzspektrum. Die Signale (im mittleren Drittel) entsprechen dem roten Klangspektrum beim einfachen Anspielen des Grundtones. Die Signale (im oberen Drittel) entstehen bei der typischen mit „passiver“ Stimme-unterstützten Spieltechnik zum erzeugen der Mago-typischen Mischfrequenzen.

Wird die Stimmenfrequenz (f Stimme) eine Quinte über der Grundtonfrequenz (f Grundton) eingesetzt, entstehen die deutlich hörbaren Mischfrequenzen bzw. Kombinationstöne (f Stimme + f Grundton), die bei diesem Instrument Mago-typisch durch die Lage der zweiten Eigenresonanz verstärkt wird und (f Stimme - f Grundton), die dem kleinen Instrument unter dem Grundton ein volleres Bassfundament gibt. Zusätzlich zu den hier dargestellten einfachen Summen- und Differenzfrequenzen entstehen noch weitere Kombinationstöne aus den Obertönen von Didge-Grundton und Stimmen-Grundton.

 

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Australien - Zu den Ursprüngen des Didgeridoo

Vortrag   Frank Geipel präsentierte am 4. September in der Schweiz seine Australien-Reise in Form einer virtuellen Tour durch das Northern Territory. Stationen der Reise: Top End - Arnhemland - Cobourg Peninsula, Red Centre nach Darwin, NE-Arnhemland: Gove Peninsula bis nach Gikal, dem Veranstaltungsort der Yirdaki Masterclass 2009. Eingebettet in vielseitige Informationen und Geschichten rund um die Herkunft, Herstellung und traditionelle Verwendung dieses archaischen Kultinstrumentes bis zu Spieltechniken und Methoden des Sound-Designs wurde die Veranstaltung von spontanen Live-Darbietungen umrahmt. In der angenehmen Atmosphäre der urigen Kellerbühne entstand eine Stimmung, die das Erleben dieser virtuellen Tour real werden lies.

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2009

Bau unseres CADSD Didge(R)Evolution Beispiel-Instrumentes von Dan Flynn aus Utah USA

Wir freuen uns, hier einen erstklassigen Bau unseres CADSD Didge-Evolution Beispiel-Instrumentes vorzustellen.
Dan Flynn aus Utah USA ist ein passionierter Didge-Bauer, Experimentator, Musiker und talentierter Spieler. Er fertigte dieses unikate Instrument aus Berg-Mahagoni und lieferte gleich tolle Soundbeispiele dazu. Aufgrund der extravaganten Form nannte er dieses Instrument "Die Krähe".

Building of our example of a CADSD Didge-Evolution instrument by Dan Flynn, Utah USA

We are pleased to present here a first-class building of our CADSD Didge-Evolution example instrument.
Dan Flynn from Utah USA is an enthusiastic didge maker, experimenter, a musician and a talented player. He manufactured this unique instrument from mountain Mahagoni and supplied special sound examples in addition. Due to the extraordinary shape he called this instrument " The Crow".

Soundbeispiel von Dan



 

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2008

Didge(R)Evolution

Nach 6 Jahren privater theoretischer und experimenteller (low budget) Forschung getrieben durch Neugier und der Sehnsucht nach individuell spielbaren Wunschinstrumenten ist jetzt ein vorläufiger Höhepunkt des gemeinsamen Didge-Forschungs-Projektes (Geipel / Reimer) erreicht.

Zahlreiche Didge-Spieler aus aller Welt möchten wissen, ob es möglich ist, ein Instrument nach ihren individuellen Wunschvorstellungen zu schaffen. Mit unseren Computer-Aided-Dideridoo-Sound-Design-Tools (CADSD) ist das seit einigen Jahren möglich, erforderte aber viel Erfahrung und lange Simulations-Zeiten, da viele Didge-Innenformen von Hand eingestellt und variiert werden mussten, um das gewünschte Klangspektrum zu erreichen.

Es war bisher nicht möglich, ein Ziel-Spektrum vorab einzustellen und automatisch Vorschläge für entsprechende Innenformen zu berechnen. Um dies zu erreichen, startete ich Anfang 2008 das Projekt „Didge(R)Evolution“ - die Anwendung und Weiterentwicklung von der Natur nachempfundenen Evolutionsalgorithmen zur Generierung der gewünschten Formen aus einer praktisch unüberschaubaren, unendlichen großen Vielfalt möglicher Formen.

Das aktuelle Projekt-Highlight ist ein Simulationssystem, das auf Basis eines weiterentwickelten high Performance Simulations-Modells mittels neu entwickelter Didgeridoo-spezifischer Directed-Evolution-Methoden beliebige Wunschinstrumente generieren kann. Es funktioniert wie ein „lebendes“ Evolutions-System, in dem man Instrumente mit vielen spezifischen Ziel-Parametern quasi „züchten“ kann. Die entstehenden Innenformen sehen oft den Querschnittsverläufen guter termitenausgefressener Instrumente ähnlich, mit dem Unterschied, dass die Methode fähig ist, auch Formen zu generieren, die in der Natur wahrscheinlich nicht vorkommen.

Frank Geipel, 21.09.2008

   
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Vereinfachte Beschreibung der CADSD basierten Didge(R)Evolution Software

Da die wenigsten Didgeridoo-Bau-Interessierten sich mit mathematischer Modellierung, Programmierung und physikalischen Theorien auskennen, hier eine vereinfachte Beschreibung der Arbeitsweise der Didge(R)Evolution Software:

Bevor das Programm seine Arbeit aufnehmen kann, muss ein möglichst genaues Ziel-Klang- und Impedanz-Spektrum definiert werden. Das können momentan bis zu 20 verschiedene Eigenschaften sein.

Stellt Euch dann vor, wir erschaffen (programmieren) virtuelle Termitenvölker, deren Einzeltermiten individuelle Fähigkeiten besitzen, Didgeridoos mit speziellen Eigenschaften zu formen. Im nächsten Schritt wird die Größe und Anzahl dieser virtuellen Termitenvölkern festgelegt - in unserem animierten Bespiel ist es lediglich 1 Volk mit 512 Termiten.

Innerhalb der räumlichen Begrenzung des virtuellen Rohlings nimmt beim Start des Programms jede einzelne Termite ihre Arbeit auf und frisst (erstmal völlig zufallsgesteuert) ihr eigenes Didgeridoo aus. Nach einigen Sekunden sind die ersten 512 Instrumente fertig.

Nun wird jedes einzelne Instrument daraufhin überprüft, wie gut es die vorgegebenen Ziel-Eigenschaften erfüllt. Die Termiten, die am erfolgreichsten waren, dürfen sich vermehren und ihre Erbinformationen an eine neue Termitengeneration weitergeben. Die anderen sterben aus. Zusätzlich werden, ähnlich wie in der Natur, zufällige Mutationen erzeugt, die die individuellen Eigenschaften von einzelnen Termiten ändern. Damit ist die erste Generation beendet.

In der zweiten Generation fressen die Sprösslinge zusammen mit ihren relativ erfolgreichen Eltern und den mutierten Geschwistern erneut 512 Didgeridoo-Rohlinge aus – wieder zufallsgesteuert aber mit verbesserten Eigenschaften die Zielvorgaben zu erreichen. Danach werden wieder sämtliche Instrumente überprüft. Die erfolgreichen Termiten des Volkes dürfen sich wiederum vermehren, während der Rest ausstirbt.

Dieser evolutionäre Kreislauf setzt sich so lange fort, bis ein virtuelles Didgeridoo erzeugt wurde, das alle vorgegebenen Ziele bestmöglich erfüllt und es keinen evolutionären Fortschritt mehr gibt – im Beispiel sichtbar als rote Linie. In der Regel ist das nach 150 bis 400 Generationen der Fall.

Um hervorragende und spezielle Instrumente zu erzeugen, ist trotz dieser modernen Evolutions-Methode das Know-How des „Didgeridoo-Züchters“ (der die Ziele vorgibt) besonders wichtig. Von entscheidender Bedeutung sind umfangreiche Erkenntnisse über die Wechselwirkungen verschiedenster Resonanzmuster mit verschiedenen Spieltechniken auf die Auswirkung von Didgeridoo-Klangspektren, aber auch weitgehende Bau- und Spielerfahrungen. Die Ergebnisse hängen von der Qualität der Zielvorgaben ab.


www.didgeridoo-physik.de
ComputerAidedDidgeridooSoundDesign
Didge(R)Evolution

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Didge(R)Evolution

After 6 years of private theoretical and experimental (low budget) research driven by curiosity and the longing after individually playable desired instruments a highlight of the common Didjeridu research project (Geipel / Reimer) is reached now.

Many Didjeridu players from all over the world want to know whether it is possible to create an instrument after its individual desired conceptions. Since some years that is possible with our Computer-Aided-Didjeridu-Sound-Design-tools (CADSD), but required much experience and simulation time, since many interior forms had to be adjusted and varied by hand, to get the desired relevant impedance and sound spectra.

So far it was not possible to find the interior forms for desired spectra in a more efficient and automatically way. In order to reach this, I started at the beginning of 2008 the project „Didge(R)Evolution“- the application and advancement of nature modelled evolution algorithms for the generation of desired forms from practically immense, infinite large variety of possible forms.

The current project highlight is a simulation system, which is able to generate desired instruments on basis of an advanced high performance simulation model of the Didjeridu acoustics and using new Didjeridu specific directed-evolution-methods. It runs like a “living evolution system” in which special instruments with many specific parameters can quasi “breed”. The so created interior forms often looks similar the cross-sectional contours of good termite-carved instruments, with the difference, that the method is able to generate also forms which do probability not occur in nature.

Frank Geipel, 21th September 2008

   
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Simplified description of the CADSD based Didge(R)Evolution software

Since only few Didjeridu building interesting people have experiences with mathematical modelling, programming and physical theories, here a simplified description of the Didge(R)Evolution software:

Before the program can take up its work, a goal of a sound- and an impedance spectrum exact as possible must be defined. That can be momentary up to 20 different characteristics.

Imagine you then, we create (program) virtual termite swarms, whose single termites have individual abilities to form Didjeridus with special characteristics. In the next step the size and number of this virtual termite swarms have to be fixed - in our animated example is it only 1 swarm with 512 termites.

With the start of the program each individual termite takes up its work and eats (first times completely randomized) its own Didjeridu within the spatial delimitation of the virtual blank tree. After some seconds the first 512 instruments are finished.

Now each individual instrument is tested how well it fulfils the given goal characteristics. The termites, which were most successful, may reproduce and pass their genetic information on to a new termite generation. The others become extinct. Additionally, similarly as in nature, coincidental mutations are produced, which change the individual characteristics of individual termites. Thus the first generation is terminated.

In the second generation the descendants as well as its relatively successful parents and mutated brothers and sisters eats out again 512 Didjeridus from virtual blank trees again randomized however with improved individual characteristics to reach the goals. Afterwards again all instruments are tested. The successful termites of the swarm may reproduce again, while the remainder becomes extinct.

This evolutionary cycle is repeated until a virtual Didjeridu was produced with all defined goals in the best possible way fulfilled and no evolutionary progress is reached - in the example visibly as the red line. Usually after 150 to 400 generations this is the case.

In order to produce outstanding and special instruments with this directed evolution method, the know-how of the “Didjeridu breeder” to formulate the goals is very important. Extensive knowledge about the interactions of most diverse intrinsic resonance pattern with different play techniques on the effects of the sound spectra are of crucial importance, but also extensive building and playing experiences. The results depend on the quality of the defined goals.

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Traumstock-Trailer und Bau-Bericht


Ein toller Trailer zum neuesten Bauprojekt von Bernd Lötzsch! Unbedingt anschauen! 

20.06.2008

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Demonstrations-Experimental-Vortrag incl. Workshop



Im Rahmen eines von Manfred Scheffknecht privat organisierten Didge-Events stellte Frank erstmalig die komplexe Materie der Didge-Akustik in multimedialer interaktiver Form vor. Die an diesem speziellen Thema interessierten Gäste kamen aus einem Umkreis von Zürich bis Stuttgart und prägten mit vielen individuellen Fragen diesen Workshop. Die daraus gewonnenen Erfahrungen werden in die Gestaltung weiterer Workshops fließen.

17.5.2008 Kay Reimer

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CADSD Mago-Typ

Magos sind ausgesuchte Didgeridoos aus dem Western- und Zentral-Arnhemland, die sich mit geeigneter Spieltechnik durch „harte“ Obertöne und typische tiefe „gurgelnde“ Mischtöne aus Stimme und Instrumenteneigenfrequenzen auszeichnen. Eine interessante Materie für die Instrumentenprojektierung.

Hier ein von mehreren CADSD projektierten neuen Instrumenten. Ein Mago-Typ in F. Es wurde von Zoran Ristivojcevic in Österreich nach einem CADSD-Bauplan aus Robinienholz gefertigt und nur minimal von mir nachgetunt.

Soundbeispiel von Frank

16.03.08 Frank Geipel

 

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2007

"Terra-Luna" Stick

Eine CADSD-Wunschklang-Projektierung für Manfred Scheffknecht.

Das nach projektierten Vorgaben von Manfred gebaute Oktav-Instrument hat den Grundton und ersten Overblow CIS (etwa Erden-Ton) und als prominenten Sington (5.Oberton) GIS (etwa Mond-Ton).

Hier das erste Klangbeispiel das mir Manfred zur Überprüfung der simulierten Klangeigenschaften gesendet hatte. Es ist minimal mit Hall versehen und induziert eine interessante magische Stimmung.

Das akustisch analysierte Kangspektrum stimmt hervorragend mit den projektierten CADSD-Daten überein!

Klangbeispiel (gespielt von Manfred)
 

Simulation des Grundtonspektrums

FFT Spektrum (oberer Teil: Grundton / unterer Teil: 1. Overblow)

Simulation des 1. Overblowspektrums

 

23.08.07 Frank Geipel

Manfred:www.didgeweltmanfred.wordpress.com

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Bavaria Power

Bavaria Power ein besonderes Didgeridoo aus Bayern cadsd-projektiert und gefertigt von Frank im Frühjahr 2007. Der Bau aus Bongossi war wirklich harte Arbeit. Die rechte Schulter ist heute noch vom stundenlangen Aufsägen der Eisenholzbohle mit einer speziell konstruierten Japansäge zu spüren.

Testen des Instrumentes beim Swizzeridoo 2007:

10.07.07 Frank Geipel

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Maturaarbeit von Remo Wasmer

Ich bin Remo aus Walenstadt (CH), 18, schliesse diesen Sommer das Gymnasium ab. Ich freue mich danach ein wenig um die Welt zu reisen und werde später eine Oberstufenlehrer-Ausbildung in Luzern beginnen. Für die Matura musste (bzw. durfte) ich meine Arbeit schreiben, in der ich verschiedene meiner Hobbys/Interessen kombinieren konnte: das Didgeridoo (spiele ich seit ca. 6 Jahren), Handwerken und Technik - was erstaunlich gut geklappt hat. Leider habe ich im Moment sehr wenig Zeit zum Didgen, aber plane doch schon den Bau eines Alphorns in unbestimmter Zukunft.

30.04.07 / Remo Wasmer

Maturaarbeit (PDF)

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Didgeridoobau nach Anlehnung an das in Sven Molders Besitz befindliche Yidaki von Djalu Gurruwiwi und David Howell

03.01.07 / Bernd Lötzsch

Erfahrungsbericht

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Beispiel einer akustischen Rekonstruktion eines besonderen Instrumentes

 

Frank Geipel / 06.01.07

 

Ein spezielles Instrument zu konstruieren (Grundton, Overblows, spezielle singende Obertöne oder Obertonwobbel-Resonanzmuster, Gegendruck, Resonanzen zur Verstärkung von Mischfrequenzen aus Stimme und Grundton, …) ist ein anspruchsvoller Weg. Mit der CADSD-Methode ist es möglich beliebige Innenformen vorzugeben und die damit erzeugbaren Klang- und Impedanzspekteren zu berechnen. Der wichtigste Prozess aber ist die Interpretation dieser Spektren, um gezielte Änderungen der Innenformen Schritt für Schritt vorzunehmen. Dafür war es erforderlich viele Instrumente mittels online FFT-Analyse zu spielen, um eine gute Korrelation der zu den FFT-Spektren gehörenden Sounds zu erlernen. Auch ein gut geschultes Gehör ist erforderlich, um spezielle Effekte im Obertonbereich deutlich wahrzunehmen. So ist im laufe der Jahre eine umfangreiche Know-How Basis entstanden.

 

Neben der Entwicklung von Didgeridoos mit speziellen Klang- und Spielcharakteristiken ist CADSD auch geeignet, von interessanten Klangcharakteristiken die auf Tonträgern vorliegen, Innenformen zu rekonstruieren, die diesen Klangcharakteristiken sehr nahe kommen können.

Neben den vielen Projekten für individuelle Wunschinstrumente mit diversen interessierten Didgeridoobauern liefen auch einige akustische Rekonstruktionsprojekte, von denen ich hier eines vorstellen möchte.

 

1. Erfahrungsbericht von Bernd Lötzsch (Material Esche)

 

2. Eigenbau (Material Bongossi):

 

Nachdem ich das mittels CADSD akustisch rekonstruierte und von Bernd gebaute Instrument (siehe Erfahrungsbericht) auf dem Swizzeridoo erleben und testen konnte, beschloß ich dieses minimal zu modifizieren und in Bongossi-Holz zu bauen.

 

Vergleich der FFT-Spektren der drei F-Instrumente.

Von unten nach oben: F-Yidaki gespielt von Sven (s. Erfahrungsbericht), Rekonstruktion in Bongossi gespielt von Bernd (s.u.), Rekonstruktion in Esche gespielt von Bernd (s. Erfahrungsbericht)
 
Je nach Spieler, Mikro und Aufnahmeort (Lage des Instruments und des Mikros im Raum) können die Amplituden der Obertöne in einem gewissen Rahmen variieren.

 

 

Erster akustischer Test der ausgearbeiteten und provisorisch abgedichteten Bongossi-Bohle. Und hier das fertige Instrument

 

Soundbeispiel (gespielt von Bernd)

 

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2006

CADSD projektiertes Didgeridoo aus Bongossi

Im Frühjahr 2006 entstand ein weiteres CADSD projektiertes Instrument mit Yidaki-Charakteristik. Um den Holzeigenschaften von besonders harten Eukalyptusarten nahe zu kommen, habe ich westafrikanisches rotes Eisenholz (Bongossi) verwendet. Eine Herausforderung an Werkzeug und Bauer!
Als Grundton habe ich F gewählt. Um einen runden Bass zu erzielen, ist der erste Overblow eine Oktave höher gelegt. Die Klangcharakteristik ist so projektiert, dass durch ausgeprägte Eigenresonanzen die Obertöne 2 + 4 je nach Spieldruck als Sington wahrnehmbar sind. Durch teilweise instabile Eigenresonanzen kann mit geeigneten traditionellen Spieltechniken zwischen dem 6. und dem 7. Oberton ein Obertonwobbeln angeregt werden.

Soundbeispiel 1

Soundbeispiel 2

 

 

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Didgeridoos aus dem E-wobbel Projekt

Frank Geipel / 18.3.06

Da mich nach wie vor Didgeridoos reizen, die mit geeigneter Spieltechnik zum Obertonwobbeln (Obertonläuten) anregbar sind, sind in diesem Winter zwei weitere Instrumente mit Grundton E und wobbelfähigkeit zwischen dem 5. und 6. Oberton entstanden.

 
Instrument 1: Instrument 2:    
 

Material: Pflaume Kernholz
Grundton: E
1. Overblow: F

Soundbeispiel

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Material:
Eibe

Grundton: E
1. Overblow: E

Soundbeispiel gespielt von Frank

Soundbeispiel gespielt von Bernd Lötzsch

 

 

Der kraftvolle energetische Klang dieses Instrumentes ist über Mikrofone kaum aufzeichenbar, da diese ständig übersteuern. Man muß es in der Realität hören.


Neues Didgeridoo

Frank Geipel / 14.3.06

Neben vielen anderen Aktivitäten in diesem langen Winter durfte ich die Schreinerwerkstatt meines netten Nachbarn verwenden.
Für das erste neue Instrument hatte ich einen gebogenen Rohling aus Steineiche zur Verfügung.

 

Daraus ist ein schweres Instrument entstanden, das unserem ersten CADSD-Prototyp aus GFK nachempfunden ist. Es besitzt den Grundton F mit leicht anspielbaren 1.Overblow G. Der Klang besitzt einen rauen traditionellen Charakter.

Soundbeispiel

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Neuer Erfahrungsbericht
zum Bau mit der CADSD Methode
:

Manfred Scheffknecht / 4.2.06        

Bericht über den Bau der Robinie in E

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2005

Testen von Didgeridoos beim Swizzeridoo:

Frank Geipel / 20.7.05      
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Wie immer auf Festivals ergeben sich interessante spontane Treffs von Gleichgesinnten.
Hier einige Eindrücke beim Testen von Didges:

Das Yidaki von Nayawap Gurruwiwi mit "Brolga und Shark Totem" war eines der gefragtesten Instrumente.

Andy

Bernd testet das wobbelfähige Didge aus Merbau.

 

 
Cesare; Wir haben ihn aufgrund seines ausgesprochen energetischen Powerspielstils den "Didge-TÜV" genannt.

Cesare hat in dem F2 aus meinem F-Twin-Projekt sein Instrument gefunden. Wenn er es spielt wird die Umgebung mit seinen Powerklängen hypnotisiert. Schade, leider hatte ich keine Technik zum Aufnehmen dabei.

Markus

Ein "Fachgespräch" mit Ondrej. Die Klang- und Rhythmuswelten die er seinen Didgeridoos entlockt sind von einem anderen Stern.


 

Didgeridoo nach einem CADSD Ausdruck mit Baumaßen als Beigabe zum Buch:
 

Frank Geipel / 20.7.05         zurück

Entdeckt auf dem Swizzeridoo:
Bernd hatte direkt von uns das Buch "Das Didgeridoo-Phänomen" gekauft und als Beigabe einen Original-CADSD-Ausdruck mit Baumaßen für ein Didgeridoo in E Overblow F erhalten. Er hat den Bauvorschag handwerklich perfekt ungesetzt und dazu noch mit einer tollen Bemalung verschönert.
 

Soundbeispiel (gespielt von Bernd)



Erstes CADSD obertonwobbelfähiges Didgeridoo aus Holz.

Frank Geipel / 5.5.05               zurück

Nach einigen Wochen Simulationsarbeiten am Computer und Klanganalysen von gebauten Prototypen aus GFK hatte ich entschieden, das erste obertonwobbelfähige CADSD Didge aus Holz zu bauen.
Ich habe es für den Grundton F mit Wobbelfähigkeit zwischen dem 4. und 5. Oberton (5 und 6 fache der Grundtonfrequenz) projektiert.
Der Overblow ist so gewählt, dass er wenige Cent über der Oktave liegt und leicht anspielbar ist.
Da ich schon immer mal mit einem besonders harten und schweren exotischen Holz arbeiten wollte, hatte mir Peter Weiss vom Augsburger Didge-Stammtisch einen Laden Merbau-Holz besorgt, ein interessantes Holz, das von Malaysia bis Neuguinea heimisch ist.

(Wie wir gerade erfahren haben, kann man sich bei Merbau-Holz nicht sicher sein, ob es wirklich Plantagenholz ist. Also deshalb doch lieber die Finger davon lassen.)

Länge: 143 cm
Innendurchmesser Mundstück: 29 mm
Innendurchmesser Bell: 86 mm

Dieses Instrument ist bestens für die traditionellen Spieltechniken aus dem NE-Arnhemland geeignet. Beim normalen Anspielen ist ein Sington bei der 5-fachen Grundtonfrequenz wahrnehmbar. Beim Übergang zu traditionellen Techniken sind die Obertonwobbels anregbar, wobei ein interessanter feedback-Effekt auf der Zunge spürbar ist.

Soundbeispiel (gespielt von Frank)

Soundbeispiel (gespielt von Sven Molder)


Didgebau am Kindergeburtstag

Kay Reimer / 1.5.05

Die nächste Spielergeneration wächst heran! Am 10. Geburtstag meines Sohnes Adrian haben wir das Baumarkt-Didge von Johannes gebaut, bemalt und gespielt - erstaunlich, wie schnell Kinder die Zirkuläratmung kapieren!! Ich hab die quirlige Bande selten so konzentriert erlebt... Fazit: Empfehlenswert!

weitere Fotos


Neue Röntgenbilder sind da!

Kay Reimer / 30.1.05              zurück

Die Röntgenbilder von Johannes sind einzigartig!!! Anschauen!!!!!

 

2004

 

Klangbezeichnungen - Umfrage im Bau-Forum

Kay Reimer / 30.11.04              zurück

In der Didgeszene wurden Begriffe gesucht, die den Klang unterschiedlichster Didgeridoos beschreiben - hier das Ergebnis:

abgerundet, agil, arm ,ballernd, bassig, bauchig, bedeckt, billig, blechern, blecheimerig, blutleer, boomig, bratig, brummend, crisp, diarrhoisch, direkt, disharmonisch, doof, donnernd, dreckig, dünn, dumpf, durchdringend, ehrlich, eindringlich, eindrucksvoll, elfengleich, eng, entfernt, erdig, ergreifend, esomäßig, extraterristisch, extragalaktisch, fein, fett, fies, fiselig, fistelig, frech, galaktisch, gedämpft, geil, gequält, gequetscht, glockenähnlich, glockend, groß, großartig, hämmernd, harmonisch, hart, haut-voll-rein, heiser, hell, herb, heulend, hohl, holpernd, intensiv, interessant!, jodelnd, kantig, kaputt, kastig, kehlig, kernig, klar, klinisch, knackig, knatzig, knurrend, komplex, kräftig, krank, krass, kurz, lang, langsam, lau, läutend, laut, lebendig, leer, leise, lieblich, matt, meditativ, mehrstimmig, melodiös, metallisch, mittig, monoton, mupfig, mumpfig, mystisch, nasal, obertonarm, obertonreich, offen, pappig, pelzig, perlig, plastig, pompös, powervoll,  präsent, präzise, punkig, pfeifend, pfurzend, quäkend, raschelnd, rauh, rauchig, rasierend, raspelnd, rasselnd, reaktionsfreudig, reich, reichhaltig, reiche Stimme, rennend, resonant, roh, röhrend, rollend, rotzig, rumpelnd, rund, sägend, sakral, samten, sauber, satt, schamanisch, scharf, scheiße, scheppernd, schön, schreiend, schroff, schwebend, sensibel, singend, sirenenhaft, spänig, sphärisch, sprotzelig, staubig, sonor, subtil, süss, summend, symphonisch, tief, traditionell, tranig, träge, trocken, trönend, trompetig, überirdisch, übersteuert, uhrig, unheimlich, unreal, verschlossen, verstopft, vielschichtig, voll, vollmundig, warm, weich, weit, wobbelnd, wummerig, wundervoll, zauberhaft, zylindrisch ...

Falls Dir noch ein guter Begriff einfällt immer her damit! Vielen Dank!


 

Johannes Schildkamp
Kay Reimer / 13.11.04               zurück  

Diese Website lebt von der engen Zusammenarbeit nicht kommerziell ausgerichteter Didgeridoo-Bauer. Allen gemeinsam ist die Suche nach tieferen Erkenntnissen, die mehr Licht in die komplexen Zusammenhänge der Klangentstehung im Didgeridoo bringen, und die Bereitschaft einen großen Teil dieser Erkenntnisse mit der Öffentlichkeit zu teilen. Dazu gehört seit langem Johannes Schildkamp, den, Dank der von ihm entwickelten Bohrtechnik, wohl jeder in der Szene kennt. Vor kurzem haben wir beschlossen, unsere Websites enger zu verzahnen (s. Bohrtechnik), d.h. Teile des Angebotes von www.yedaki.de sind nun auch direkt über www.testadoo.de / www.didgeridoo-physik.de zu erreichen und demnächst auch umgekehrt. Wir können uns schon mal auf Didgeridoo-Röntgenbilder freuen, die er im Moment herstellt. 


 

Verbesserte Vermessungsmethode

Kay Reimer / 14.10.04                zurück

Jetzt können Didgeridoo-Innenformen noch genauer vermessen werden. Meine recht simple Apparatur funktioniert nach dem Prinzip kommunizierender Röhren und ermöglicht auch die Vermessung krummer Instrumente. Dabei wird das zu vermessende Didge nach und nach mit Wasser gefüllt und die Füllstandhöhe außen abgelesen.

Die Füllmengen werden mittels einer Pumpe und einer Schaltzeituhr genau dosiert.


Zum Ermitteln der Innenform werden Füllmengen, Füllstandhöhen und Winkel der Messabschnitte erfasst.

Auf den Bildern ist die Vermessung eines neuen CADSD-Prototypen zu sehen. Der Sinn war, eventuelle Abweichungen von der geplanten Innenform zu erkennen. Wichtig, um sicher zu sein, dass der Prototyp der vorher simulierten Form entspricht.

Wenn mir beim Probespielen neben dem Klang auch noch die Spieleigenschaften gefallen, kann ich die Innenform getrost auf einen edlen Holzrohling übertragen, um gezielt mein Wunschdidge zu realisieren. 

Ein weiteres Kapitel wäre dazu dann allerdings noch das Tuning des Rohlings, mit dem die Resonanzen des Holzes beeinflusst werden - dazu später mehr ...

 

 

 


Obertonwobbeln

Frank Geipel / 11.11.2004                     zurück

Bei einigen wenigen Didgeridoos ist beim Spielen, vor allem mit speziellen dynamischen traditionellen Techniken ein deutliches Wobbeln (Vibrato) zwischen bestimmten Obertönen wahrnehmbar. Diese Instrumente sind oft eine Rarität und selten zu finden. (z.B. das E von Sven Molder aus der Galerie oder das F-F# Datjirri von Frank aus der Galerie).

Was ist die physikalische Ursache für diesen Effekt?

Die Luftsäule eines Didgeridoos weist abhängig von der Innenform bestimmte Eigenresonanzen auf (weiße Peaks), die auch als Overblows anspielbar sind. Bei diesen Eigenresonanzfrequenzen „will“ das Didgeridoo schwingen. Fällt z.B. ein Oberton des gespielten Grundtones genau auf eine Eigenresonanzfrequenz, wird dieser Oberton verstärkt und ist deutlich als Sington wahrnehmbar. (Falls jemand weitergehendes Interesse an dieser Thematik hat, empfehle ich den Kauf des Buches Das Didgeridoo-Phänomen.)

Was ist aber die Voraussetzung für ein Didgeridoo, das z.B. zwischen dem 5. und 6. Oberton (6- und 7-fache der Grundtonfrequenz) wobbelfähig ist?
Bei diesem Instrument liegt ca. 10 Hz unter der 5.Obertonfrequenz und ca. 10 Hz über der 6.Obertonfrequenz eine ausgeprägte Eigenresonanz der Luftsäule vor. Spielt man dieses Didgeridoo dynamisch an, entsteht ein instabiler Wobbelzustand. D.h., einmal fällt durch kurzzeitiges Anstoßen/Anheben des Grundtones der 6.Oberton ca. 10 Hz höher in die dort vorhandene Resonanz und wird kurzzeitig verstärkt. Da dieser Zustand instabil ist, fällt beim Rückfallen der Grundtonfrequenz der 5.Oberton ca. 10 Hz niedriger in die auch dort vorhandene Resonanz und wird kurzzeitig verstärkt. Da dieser Effekt ca. 5-10 mal pro Sekunde abläuft, ist ein deutliches Obertonwobbeln (Obertonvibrato oder Obertonläuten) wahrnehmbar.

Nach weiterer Verfeinerung der CADSD-Methode ist es uns jetzt möglich, derartige Oberton-wobbelfähige Didgeridoos zu projektieren und zu bauen.


FFT von unserem GFK E (Wasserfalldarstellung)

obere Achse: Frequenz in [Hz] - von oben nach unten Zeit
rot: laut (deutlich) wahrnehmbare Teiltöne
gelb: mittel wahrnehmbare Teiltöne
grün: leise wahrnehmbare Teiltöne

Obertonwobbelbereich von 470-600 Hz

5. Oberton (6-fache des Grundtones) ca.498 Hz (links liegende Resonanzfrequenz ca.485 Hz)
6. Oberton (7-fache des Grundtones) ca.580 Hz (rechts liegende Resonanzfrequenz ca.595 Hz)

Soundbeispiel

 


FFT von Svens E-Yidaki (Wasserfalldarstellung)

obere Achse: Frequenz in [Hz] - von oben nach unten Zeit
rot: laut (deutlich) wahrnehmbare Teiltöne
gelb: mittel wahrnehmbare Teiltöne
grün: leise wahrnehmbare Teiltöne

Obertonwobbelbereich von 490-590 Hz

5.Oberton (6 fache des Grundtones) ca.500 Hz (links liegende Resonanzfrequenz ca.490 Hz)
6.Oberton (7 fache des Grundtones) ca.580 Hz (rechts liegende Resonanzfrequenz ca.590 Hz)

Soundbeispiel

 


CADSD-Prototypenbau mit Glasfaserkunststoff (GFK)
Kay Reimer / 12.9.2004              zurück

So einfach es ist, mit dem  ersten Testadoo Basisformen schnell durchzutesten, so schwierig ist es, damit komplexe Innenformen  einzustellen. 

Um auch Testinstrumente für  CADSD-Berechnungsergebnisse zu bekommen, verwende ich die Baumethode, die erstmals vom Schöpfer der Hanfdidgeridoos  beschrieben wurde

Die Methode ist so simpel wie genial - ein Sack, der der gewünschten Innenform entspricht, wird mit Sand gefüllt und mit einem härtenden Hanffaserbrei besprüht. Nach der Aushärtung wird der Sack entfernt - und fertig ist das Didge. Toll!! Ansgar Stein 
hat diese Methode bereits mit Glasfaserkunststoff (GFK) erfolgreich übernommen.

Von ihm habe ich die ersten Tipps bekommen, die ich dann den speziellen Anforderungen der CADSD-Prototypenfertigung 
(besonders maßhaltig) entsprechend modifiziert habe. 

Die neue CADSD-Version berechnet automatisch zu jeder Simulation die exakten Schnittmaße des entsprechenden Innenform-Sackes. Diese wird in eine Grafiksoftware 1:1 übernommen und ausgedruckt.

Die Schablonenform wird auf 2 Lagen dehnungsarmen Stoffes übertragen, der dann präzise abgenäht und zugeschnitten wird.

Um das Material nicht zu stark zu belasten und  Dehnungsungenauigkeiten vorzubeugen, verwende ich leichten Reis statt schwerem Sand als Füllmaterial. Eine 2-Punkt-Aufhängung  verhindert Längsdehnungen. 



Dann wird der gefüllte Sack nach und nach mit Trenn- mitteln, Epoxidharz und Glasfaserband beschichtet, bis die Wandstärke zwischen 6 und 20 mm beträgt.

Nach dem Durchhärten wird der Sack entfernt und der neue CADSD-Prototyp auf die endgültige Länge gekürzt. 

Die Klang- und Spieleigen- schaften können jetzt ausgiebig getestet und per FFT mit dem geplanten Oberton- und Eigenresonanzspektrum verglichen werden. 
Mit meiner verbesserten Innenform-Vermessungsmethode kann leicht die Fertigungs- genauigkeit überprüft werden. 

Obwohl die Instrumente sehr gut klingen, baue ich sie  hauptsächlich zur Vorbereitung des wesentlich zeitaufwendigeren CADSD- Holzinstrumentenbaues (z.B. für Franks neues Obertonwobbel- Projekt). 

(Wie man bei Ansgar Steins GFK-Instrumenten sieht, sind solche Didges auch ideal für Reisen und Auftritte. Er hat jüngst eine leichte GFK-Version seines Lieblings-Didges hergestellt - die Innenform hat er mit der Vermessungsmethode ermittelt)

 

 


 

Neue CADSD Didgeridoos!
Frank Geipel / 12.08.2004               zurück


Die Computer-Aided-Sound- designten F/F-Twins sind fertig. Obwohl ich durch meine Projektierungsmethode weiß, wie die Spiel- und Klangcharakteristik werden soll, ist es trotzdem immer wieder ein Erlebnis, die fertigen Instrumente real zu hören.

Beide Instrumente sind aus schwerer harter Hopfenbuche. Beide haben den Grundton F und den ersten Overblow genau eine Oktave darüber. Aber die Spiel- und Klangcharakteristik ist verschieden. Das zu beschreiben ist umständlich. Am besten man spielt selbst.

1) Länge: 157 cm, Masse: 4,6 kg, Material: Hopfenbuche,
Mundstück-Innen-Durch-messer: 28-29 mm,
Innendurchmesser Bellend: 80-100 mm oval,
Außendurchmesser Bellend: 110-130 mm,
Klang: offen resonant mit betonten/singenden 2.Oberton,
Ansprechverhalten: excellent, Gegendruck: mittel
Grundton: F, 1.Overblow: F, 2.Overblow: C 

Soundbeispiel (gespielt von Frank)

Soundbeispiel (gespielt von Sven Molder)



2) Länge: 152 cm, Masse: 5,0 kg, Material: Hopfenbuche,
Mundstück-Innen-Durchmesser: 28-29 mm,
Innendurchmesser Bellend: 85-125 mm herzförmig,
Außendurchmesser Bellend: 110-150 mm,
Klang: direkt trocken mit deutlichen 2.Oberton und singenden 5.Oberton
Ansprechverhalten: exzellent, Gegendruck: hoch
Grundton: F, 1.Overblow: F

Soundbeispiel (gespielt von Frank)

Soundbeispiel (gespielt von Sven Molder)


 


 
Artikel im Didgeridoo & Co Magazin

Frank Geipel / April 2004

Bautechnik / Physics and construction
Das digital designte Didge / The digital didge

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